KreatIvSHIFT
Kreative Praxis im Kontext Künstlicher Intelligenz
Shift Happens. Die Werkzeuge verändern sich schneller als die Haltungen, mit denen wir sie nutzen. Das ist das eigentliche Risiko — nicht die Technik selbst, sondern die Lücke zwischen dem, was möglich ist, und dem, was wir davon verstehen. Genau dort entstehen unsere Formate. Kreativ, kritisch und ergebnisoffen.
In unseren Workshops verbinden wir kreative Disziplinen wie Musik, Bild und Sprache mit einfachen KI-Werkzeugen, jenseits von Technikgläubigkeit oder Kulturpessimismus. Dabei entstehen Gruppenprozesse, in denen gemeinsam erkundet, variiert, hinterfragt und entschieden wird. Was kommt von mir, was von der Maschine? Wo unterstützt KI und wann übernimmt sie so viel, dass die eigene Handschrift verschwindet? Daraus wachsen Kompetenzen, die in Unterricht, Teamkontexten und Arbeitsalltag direkt anschlussfähig sind — Selbstwirksamkeit, kritisches Denken und gemeinsame Gestaltungskraft.

Bildung
KI ist längst im Klassenzimmer, aber wer redet mit den Schüler:innen darüber, was das bedeutet?
Unsere Bildungsformate richten sich an Jugendliche in Schulen und Einrichtungen kultureller Bildung. Sie laden dazu ein, KI nicht nur zu nutzen, sondern zu verstehen und zu hinterfragen: Was bedeutet Autorschaft, wenn Algorithmen mitgestalten? Wie verändert sich das eigene Urteil? Und was passiert mit meiner Stimme, wenn die Maschine auch eine hat?
In spielerischen, kollaborativen Settings werden diese Fragen erfahrbar, nicht als Theorie, sondern im Tun. Ausprobieren, irritiert sein und bewusst entscheiden gehören genauso zum Prozess wie das Erkunden selbst.
Shift Happens – Formate für Schulen
Projektwochen (5–10 Tage) Das große Format. Gruppen entwickeln über mehrere Tage eigene kreative Arbeiten mit und über KI — von Musik über Text und Bild bis zur Performance. Unterschiedliche Perspektiven werden nicht nur zugelassen, sondern zur Methode: Im Pilotprojekt an der Sekundarschule Gellershagen arbeiteten rund 100 Schüler:innen der Jahrgangsstufe 9 in drei Gruppen zu Dystopie, Utopie und dem Raum dazwischen. Am Ende stand eine gemeinsame Aufführung. Und die Erfahrung, dass Zukunft gestaltbar ist.
Tagesworkshops (4–6 Stunden) Kompakter Einstieg mit klarem Fokus — zum Beispiel KI und Musik, KI und Bild oder KI und Text. Die Teilnehmenden arbeiten in Gruppen mit einfachen KI-Tools, erleben den kreativen Prozess am eigenen Ergebnis und reflektieren gemeinsam, was dabei passiert ist. Gut geeignet für Projekttage, Aktionstage oder als Impuls im laufenden Schuljahr.
Mehrtägige Formate (2–4 Tage) Mehr Tiefe als ein Tagesworkshop, flexibler als eine Projektwoche. Hier können Gruppen eigene Schwerpunkte entwickeln und Zwischenergebnisse überarbeiten. Der Prozess bekommt Raum zum Atmen und die Ergebnisse werden dichter.
Details vergangener Projekte sind hier zu finden: Aus der Praxis
Arbeitswelt
Der nächste Teamtag kann mehr als Klettergarten.
In den meisten Teams ist KI längst Thema, jedoch selten auf produktive Weise. Die einen nutzen jedes Tool, das sie finden können. Die anderen blockieren, aus Skepsis oder Überforderung. Dazwischen wächst eine Spannung, über die selten offen gesprochen wird. Genau dort setzen unsere Formate an.
Wir bringen Teams in kreative und interaktive Prozesse, in denen alle Haltungen Platz haben. Dabei arbeiten wir mit künstlerischen Impulsen, kreativen Methoden und KI — nicht als Gimmick, sondern als Anlass, eingespielte Muster sichtbar zu machen. Es geht nicht darum, alle auf eine Linie zu bringen, sondern darum, gemeinsam eine Haltung zu entwickeln, die trägt.

Shift Happens – Formate für Teams
Teamtage (4–8 Stunden) Ein Tag, der Routinen unterbricht. Teams arbeiten in Gruppen mit kreativen Medien und KI-Werkzeugen an einer gemeinsamen Aufgabe. Dabei wird sichtbar, was im Alltag oft untergeht: Wer geht voran, wer beobachtet erst? Was passiert, wenn gewohnte Stärken plötzlich nicht greifen? Der Tag schließt mit einer gemeinsamen Reflexion und konkreten Impulsen für den Arbeitsalltag.
Mehrtägige Formate (2–3 Tage) Mehr Raum für Tiefe. Teams können eigene Schwerpunkte setzen, ob kreative Zusammenarbeit, Umgang mit KI im Arbeitsalltag oder Perspektivwechsel als Methode. Zwischen den Arbeitsphasen entsteht Zeit für Reflexion, Austausch und die Frage, was davon bleibt.
Alle Formate folgen einem klaren Rahmen und lassen sich an Branche, Teamgröße und Zielsetzung anpassen.
Am Ende steht idealerweise beides: ein gemeinsames Erlebnis, das nachwirkt und konkrete Spuren davon: Klänge, Ideen, Texte oder Formate, die im Arbeitsalltag und außenwirksam genutzt werden können.
Themen & Werte
Hinter unserer Arbeit steht eine Beobachtung: Die Werkzeuge verändern sich, die Rollen verschieben sich, und Entscheidungen, die gestern selbstverständlich waren, sind es morgen nicht mehr. In solchen Lagen genügt technisches Wissen allein nicht. Die folgenden Haltungen und Fähigkeiten bilden deshalb den inhaltlichen Kern unserer Formate.
Ambiguitätstoleranz
Digitale Systeme rechnen in Nullen und Einsen, doch die Welt lässt sich nicht auf Entweder-Oder reduzieren. Soziale Medien verstärken Polarisierung, KI entzieht sich einfachen Urteilen. Gleichzeitig verändert sie Arbeitsweisen, Kreativität und Selbstverständnisse in einem Tempo, das Orientierung erschwert. Ambiguitätstoleranz bezeichnet die Fähigkeit, inmitten dieser Umbrüche handlungsfähig und bei sich zu bleiben, auch wenn der Druck zur schnellen Positionierung wächst.
Selbstwirksamkeit
Wer etwas gestaltet, erlebt, dass das eigene Handeln Konsequenzen hat. Genau diese Erfahrung steht im Zentrum unserer Workshops. Selbstwirksamkeit heißt nicht Kontrolle, sondern das Vertrauen, mit dem eigenen Denken und Tun etwas bewirken zu können und die Bereitschaft, dafür Verantwortung zu übernehmen.
Resilienz
Scheitern gehört zum kreativen Prozess. Ein Entwurf funktioniert nicht, eine Idee zerfällt, die KI liefert Unsinn. Resilienz zeigt sich in einer beweglichen Stabilität: regulieren, neu ansetzen, weitermachen. Unsere Formate bieten dafür einen Übungsraum, in dem Brüche kein Ende markieren, sondern einen Moment im Prozess.
Transformatorische Bildung
Manchmal verschiebt sich etwas. Eine Perspektive kippt, eine Gewohnheit trägt nicht mehr, eine neue Sichtweise wird plötzlich plausibel. Transformatorische Bildung beschreibt genau solche Momente: Lernen, das nicht nur Wissen addiert, sondern Deutungen verändert. Unsere Formate setzen auf diese Bewegung, ohne sie zu erzwingen.
KI-Souveränität
Wer ein Werkzeug benutzt, sollte wissen, warum. KI-Souveränität meint die Fähigkeit, bewusst zu entscheiden, wann und wofür ich KI einsetze und wann nicht. Das setzt voraus, eigene Muster zu erkennen. Folge ich gerade einer Absicht oder einem Automatismus? Souverän ist, wer Technologie als Werkzeug behält und sich nicht von ihr takten lässt.
Bewusstseins- und Persönlichkeitsentwicklung
KI berührt Fragen, die tiefer gehen als Anwendungskompetenz: Wer spricht, wer entscheidet, wer trägt die Konsequenzen? Sie kann Identität irritieren, weil sie Routinen des Denkens und Schreibens verschiebt. Persönlichkeitsentwicklung heißt, diese Irritation nicht zu umgehen, sondern zu klären, wofür man stehen will und wie sich das im Handeln zeigt.

Hinter KreativShift stehen zwei Workshopleiter mit Wurzeln in Musik, Medien und Bildung, die sich in dem ergänzen, was sie jeweils besonders gut können. Lennart behält den Überblick, liest Gruppendynamiken und erkennt im laufenden Prozess, was es gerade braucht. Joel bringt die Ideen, die das konkret machen — kreative Projekte, die schnell in die Praxis kommen, technisches Know-how und jahrelange Workshop-Erfahrung. Beide entwickeln Konzepte, beide gestalten den Raum. Aber wenn Lennart den Kompass justiert, hat Joel oft schon den nächsten Schritt im Kopf.
Lennart Uffmann
Lennart ist Musiker, Schlagzeuglehrer und Masterstudent der Kulturvermittlung an der Universität Bielefeld. Seit 2020 entwickelt er Workshopformate an der Schnittstelle von Musik, KI und kultureller Bildung. Besonders interessiert ihn, wie Menschen in einer Welt, die sich schneller verändert als die eigenen Gewohnheiten, Orientierung und Haltung entwickeln — und wie kreative Prozesse genau dafür ein Erprobungsfeld sein können.
Joel Köhn
Joel ist Musikproduzent, Livemusiker und Tontechniker aus Bielefeld und bringt seit 2011 genau das in pädagogische Kontexte ein, was dort oft zu kurz kommt: technisches Know-how, künstlerischen Anspruch und die Überzeugung, dass gute Ideen nichts nützen, wenn sie nicht in die Praxis kommen. Was ihn antreibt: das kreative Potenzial in Teilnehmenden freizusetzen, ob in Musikproduktion, Bildender Kunst oder einer anderen Form kreativen Ausdrucks. Mit einer entspannten Energie, die Menschen vom ersten Moment an ins Machen bringt.
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